Glastränen,
Abschiedsraum im Heinrich Heine Universitätsklinikum, Düsseldorf, NRW

Rauminstallation aus Glas und Gestaltung eines Abschiedsraums in der Kinderonkologie des Heinrich-Heine-Universitätsklinikums Düsseldorf.

  • Fertigstellung / Einweihung: 2008
  • Materialien: Mundgeblasenes Glas, Holz.
  • Größen: l 1,5 m x t 0,3 m x h 2,75 m

 

Der Hauch des Lebens

Gestaltung eines besonderen Ortes in der sterilen Umgebung der Kinderonkologie des Heinrich-Heine-Universitätsklinikums Düsseldorf: eine Oase der Ruhe und Würde.

Dieser Raum bietet Angehörigen einen geschützten Ort, um in Würde Abschied zu nehmen. Dadurch wird die Distanz zwischen dem Sterben und dem Tod einfühlsam überbrückt.

Die Rauminstallation symbolisiert den letzten Atemzug: Eine Welle aus Holz umschließt die Seitenwände, während eine Glasskulptur die erstarrten Tränen darstellt. Der Raum ist als Gesamtkunstwerk konzipiert, das drei wesentliche Zustände erlebbar macht:

  • Die beschützende Liebe zu einem Menschen.
  • Die tiefe Traurigkeit des Verlustes.
  • Die transzendenten Momente des letzten gemeinsamen Augenblicks.

Dieser Raum verbindet Kunst und Architektur zu einem sinnlichen Ausdruck von Trost und Hoffnung, der über die Worte hinausgeht.

Die Entstehung

Der Glasbläser

Als Künstlerduo haben wir einen Ort erschaffen, der in der sterilen Umgebung der Kinderonkologie des Heinrich-Heine-Universitätsklinikums Düsseldorf eine Oase der Würde und Ruhe bietet. Unser gemeinsames Ziel war es, durch Kunst und Handwerkskunst einen Raum zu gestalten, der den Abschied von geliebten Menschen mit einfühlsamer Symbolik begleitet.

Die Rauminstallation ist ein Ausdruck des letzten Atemzugs: eine fließende, handgearbeitete Welle aus Holz umschließt die Seitenwände. Jede einzelne Holzlamelle wurde von Hand geformt, geschliffen und in ihrer Anordnung präzise ausgerichtet, um das Gefühl von Bewegung und Schutz zu erzeugen.

Zentral im Raum steht eine Glasskulptur, die die erstarrten Tränen der Trauer darstellt. Dieses Stück wurde in aufwendiger Handarbeit durch die traditionelle Technik des Glasblasens gefertigt. Die organischen Formen und feinen Einschlüsse im Glas erzählen von der Fragilität des Lebens und fangen zugleich die Lichtreflexionen des Raumes ein – ein lebendiger Kontrast zur starren Endgültigkeit des Abschieds.

Das Zusammenspiel von Material und Handwerkskunst macht diesen Raum zu einem Gesamtkunstwerk.

Für uns war es entscheidend, dass jedes Detail mit Bedacht und Hingabe entsteht. Die Symbiose aus künstlerischer Vision und handwerklicher Präzision war ein integraler Bestandteil unserer Arbeit. So entstand ein Raum, der Trost spendet, zum Verweilen einlädt und den Moment des Abschieds auf einfühlsame Weise würdigt. Mit diesem Werk möchten wir nicht nur Raum schaffen, sondern eine Erfahrung, die die Unendlichkeit der Liebe und die Schönheit der Vergänglichkeit zelebriert.